Datensicherung

Bei der Datensicherung sind zwei zu sichernde Bereiche zu unterscheiden:

Dokumente und Vorlagen

Diese Verzeichnisse sollten auf jeden Fall regelmäßig gesichert werden:

Das Stammverzeichnis enthält normalerweise nur Programmmodule, die leicht aus dem Internet rekonstruiert werden können. Es mag vorsorglich aber dennoch gesichert werden, insbesondere wenn Dokumenten- und Vorlagenordner als Unterverzeichnisse des Stammverzeichnisses angelegt wurden (nicht mehr empfohlen).

Da es sich um ganz normale Windows-Dateiverzeichnisse handelt, kann ein beliebiges der zahlreichen hierfür existierenden Tools verwendet werden. Viele Tools sehen auch eine regelmäßige selbsttätige Ausführung vor.

Datenbank

Die Daten im SQL-Server werden nicht im a-jur-Stammverzeichnis, sondern im Programmverzeichnis des SQL-Servers gespeichert (siehe Programminformation unter "Datenbankdatei"). Es ist sinnvoll, dieses Verzeichnis mit zu sichern, wobei eine Rücksicherung daraus allerdings etwas aufwendiger ist (mehr).

Die laufende Sicherung der Datenbank erfolgt in *.dat-Dateien und kann durch jede der nachfolgenden Optionen wie folgt ausgeführt werden:

Wird der Setup-Assistent (start.exe) mit dem Parameter "dbss" ausgeführt, wird  die Funktion "Alle hier konfigurierten Datenbanken sichern" ohne weitere Rückfragen ausgeführt. Diese Funktion eignet sich z.B. für eine Verwendung durch den Microsoft-Taskplaner. Erfolg oder Mißerfolg werden dann lediglich im Logfile und im Datensicherungsprotokoll registriert.

Die Ausführung dieser mit Hilfe des Programm vorgenommenen Datensicherungen lässt sich durch die Programmfunktion Datenbanksicherungsprotokoll anzeigen. Zur Kontrolle empfiehlt es sich, diese als Serientermin zu konfigurieren. Zeit und Ort der letzten Datenbanksicherung wird auch in der Programminformation angezeigt.

Berechtigungen

Um eine Datenbanksicherung auszuführen, muss der Benutzer nicht nur auf seinem PC, sondern auch auf dem SQL-Server die entsprechende Berechtigung haben. Diese Berechtigungen werden im SQL-Server verwaltet, also z.B. im Fenster "Benutzerverwaltung" des Setup-Assistenten oder im Management Studio.

Der Benutzer muss der Serverrolle "SecurityAdmin" oder "Sysadmin" angehören. Normalerweise ist diese Berechtigung nur unmittelbar auf dem Server gegeben, d.h. auf demjenigen Rechner, auf dem der SQL-Server lokal installiert ist und läuft.

Wenn selbst auf der lokalen Installation des SQL-Servers eine fehlende Berechtigung gemeldet wird, ist manuell ein anderes Login anzugeben. Im einfachsten Fall genügt es, die Felder "Login" und "Passwort" leer zu lassen (dann wird die "integrierte Sicherheit" angenommen). Anderenfalls sollte das bei der Installation vergebene Administratorenlogin "sa" verwendet werden. Wenn der Benutzer das Passwort nicht selbst verändert hat, lautet es standardmäßig "abcABC123"

Mit erfolgreichem Admin-Login kann diese Berechtigung auch anderen Benutzern erteilt werden.

BAK-Datei

Es wird jeweils eine Datenbanksicherungsdatei (*.bak, früher *.dat) erzeugt, die ihrerseits in gewohnter Weise gesichert werden kann. Ist auf dem Server eine Cloud konfiguriert (z.B. Dropbox, Google Drive, Lima) und wird die Sicherung in eines der entsprechenden Verzeichnisses gespeichert, sind die Daten damit zugleich in der entsprechenden Cloud gesichert.

Wenn die Datensicherung oder -rücksicherung nicht unmittelbar auf dem lokalen SQL-Server ausgeführt wird, ist zu beachten, dass die Dateipfade dennoch aus der Sicht des SQL-Servers anzugeben sind. "C:\" ist also immer das Laufwerk des Rechners mit dem SQL-Server, nicht dasjenige des Rechners, von dem aus die Datensicherung bzw. -rücksicherung vorgenommen wird. Bei einer Datenbanksicherung über das Netzwerk besteht daher keine Möglichkeit, den Pfad über den üblichen Dateidialog auszuwählen.

Mit dieser Datei lässt sich die Datenbank vollständig wiederherstellen.


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