Datenrücksicherung (Restore)

Um die Daten einer gesicherten Datenbank wieder einzuspielen, ist wie folgt vorzugehen:

Damit werden sämtliche Daten der angegebenen Datenbank aus der Datei überschrieben, insbesondere also sämtliche Akten, Adressen, Konten und Termine. Die vorhandenen Daten werden überschrieben, also vollständig ersetzt.

Werden versehentlich neue Daten aus einer alten Sicherung überschrieben, sind die neuen Daten endgültig verloren!

Wenn die reguläre Datensicherung versäumt wurde, also keine aktuelle *.dat Datei vorhanden ist, aber das Dateisystem noch intakt ist, kann versucht werden, die Datendatei mdf wieder einzuspielen (mehr).

Bei der Rücksicherung muss ein exklusiver Zugriff gegeben sein. Erfolgt eine Fehlermeldung mit Hinweis auf fehlende exklusive Nutzung, ist darauf zu achten, dass

Oder einfach Setup-Assistenten unmittelbar nach einem Neustart des Rechners aus dem Startmenü heraus starten.

Der SQL-Server arbeitet in einem eigenen Benutzeraccount und kann daher meist nicht auf Desktop oder Eigene Dokumente des angemeledeten Benutzers zugreifen. Er meldet dann "Medium kann nicht geöffnet werden". Deshalb sollte die Datei in den "gemeinsamen Dokumenten" oder ganz außerhalb der geschützten Verzeichnisse des Rechners zum Einlesen bereit gehalten werden.

Eine Rücksicherung ist häufig nicht auf demselben Aktualisierungstand wie das Programm selbst. Wenn es nach der Rücksicherung zu Laufzeitfehlern kommt, sollte daher das aktuelle (d.h. im Stammverzeichnis befindliche) Skript ausgeführt werden bzw., wenn das unklar ist, einfach ein normales Update ausgeführt werden.

Gelingt bei großen Datenbeständen die Rücksicherung nicht, ist es manchmal hilfreich, die vorhandene Datenbank erst zu löschen ("drop database gap") und dann als leere Datenbank neu zu erstellen ("create database gap"), bevor das RESTORE ausgeführt wird (Bereich "Server-Konfiguration", "Anweisung manuell eingeben", "an Server").

Sollte das Restore mit einem "Timeout" abbrechen und kann dies tatsächlich an der Größe der Datenbank liegen, kann in der a-jur-Registry ein Wert namens "RestoreCommandTimeout" eingefügt werden, der die Anzahl der Sekunden angibt, die das Programm vor Abbruch abwartet. Bei Datenbankdateien von 100 MB und größer kann z.B. ein Wert von 600 angemessen sein, so dass der Vorgang also erst nach 600 Sekunden abgebrochen werden würde.

Auf- und Abwärtskompatibilität

Datensicherungen sind abwärtskompatibel, nicht aber aufwärtskompatibel.

Ältere Datensicherungen können also in eine neuere SQL-Server-Version eingelesen werden.

Allerdings ist bei einem Restore von 2000 auf 2012 Schluss: Der SQL-Server 2012 kann keine 2000er-Sicherung (Versionsnummer 8.x) einlesen. Um dennoch eine 2000er-Sicherung in ein 2012er-Server einzulesen, muss die 2000er-Sicherung zuvor in einen 2005er, 2008er- oder 2010er SQL-Server eingelesen und daraus eine neue Datensicherung erstellt werden. Mit Hilfe des Setup-Assistenten sollte zu diesem Zweck zeitweilig ein 2005er-, 2008er- oder 2010er-SQL-Server installiert werden.
Sofern sich der SQL-Server in der Version 2010 installieren lasst, spricht auch nichts dagegen, einfach diesen zu verwenden, dann ist das Restore unproblematisch.

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Hingegen ist es nicht möglich, die Sicherung es neueren SQL-Servers in einen älteren SQL-Server einzuspielen.

Mögliche Fehlermeldungen:

Betriebssystemfehler 5 (Zugriff verweigert), "Sicherungsmedium kann nicht geöffnet werden. RESTORE DATABASE wird fehlerbedingt beendet." Der SQL-Server, der die Sicherung ausführt, läuft in einem eigenen Benutzeraccount und hat daher nicht immer die nötigen Zugriffsrechte für das Desktop oder die "Eigenen Dokumente" des angemeldeten Benutzers. Legen Sie die *.bak- bzw. *.dat-Datei in den "öffentlichen Dokumenten" ab, um sie von dort einzulesen oder in einem neuen Verzeichnis C:\Datensicherung o.ä. Auch USB-Sticks sind unproblematisch.

Um dieses Problem zu vermeiden und Rücksicherungen zu erleichern, kann das Konto, in dem der betreffende SQL-Serverdienst läuft, umgestellt werden auf das lokale Systemkonto ("Eigenschaften")

Versucht man, die Sicherung eines SQL-Servers 2008 oder 2005 in einen SQL-Server 2000 einzulesen, kommt u. U. folgende irreführende Fehlermeldung:

Fehler Nr. -2147217900: Mehr als 64 Datenbanken können nicht gespeichert werden...

Versucht man, die Sicherung eines SQL-Servers 2008 in einen SQL-Server 2005 oder höher einzulesen, kommt u. U. folgende Fehlermeldung:

Fehler Nr. -2147217900: Die Medienfamilie auf Medium ... ist ungültig. SQL Server kann diese Medienfamilie nicht verarbeiten.

Um trotz solcher Fehlermeldungen mit den Daten aus der Datensicherungsdatei zu arbeiten, sollte der SQL Server auf diejenige Version umgestellt werden, aus der die Datensicherung stammt.

Fehler beim RESTORE; Nr. -2147217900: Fehler bei der Verzeichnissuche für die Datei ´C:\ Program Files\Microsoft SQL Server\MSSQL11.SQLEXPRESS\MSSQL\DATA\***.mdf‘. Betriebssystemfehler 3 (Das System kann den angegebenen Pfad nicht finden.).

In diesem Fall sollte die Wiederherstellung mit Hilfe des Microsoft SQL-Server Management Studios erfolgen:

  1. Microsoft SQL Server Management Studio starten,
  2. Knoten "Datenbanken" öffnen,
  3. Wiederherzustellende Datenbank auswählen, mit rechter Maustaste "Tasks" auswählen,
  4. "Wiederherstellung" wählen,
  5. Datei mit der Datensicherung auswählen,
  6. Zu "Optionen" wechseln und Checkbox "Vorhandene Datenbank überschreiben" aktivieren,
  7. Rücksicherung starten.

Weitere Informationen dazu:


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